Lichtmesstagung 2019 -                                             Solidarisch Wirtschaften mit Menschen, Erde und Natur

am 26. und 27. Januar 2019 in Überlingen

 

Thema: 

Eigentlich merkt es jeder: Insekten kleben nicht mehr an der Windschutzscheibe, Vögel singen etwas leiser, 2018 war zeitweise Wüstenklima am Bodensee und gefährdete die Ernte vieler Bauern…Es langweilt vielleicht, nochmals zu betonen, dass wir Menschen selbst für 3 große Aufgaben gemeinsam verantwortlich sind:
• Für die ökologische Krise, die Erde und Menschen an den Lebensnerv geht
• Den Zerfall der Beziehungen im Sozialen und zur Natur
• Und dafür, dass wir aus unserer Beobachterrolle heraustreten und selbst Gestalter dieser Herausforderungen werden, damit die Erde der Wirkungsort für alle Menschen bleiben kann.


Bewirtschaftet und gepflegt wird die Erde in Deutschland allerdings nur noch von 1,6 % der Bevölkerung. Verständlich, dass diese sich oft auf verlorenem Posten fühlen? Die Übrigen sind meist abgekoppelt von den   „Leiden der Erde“ und ihrer Bewirtschafter und bewegen sich in eigenen Bildern, oder in solchen, die uns durch Marketing und Medien suggeriert werden.

 

Am Kern des Wirtschaftens zu sein, bedeutet für einen konkreten Bedarf zu produzieren, zu verarbeiten, zu handeln und zu verbrauchen. Damit befassen sich zunehmend mehr Produzenten, Verarbeiter, Händler, Einzelhändler und Konsumenten. Am wenigsten bewusst mitgestaltend ist in dieser sogenannten „Wertschöpfungskette“ der Konsument, Esser oder einfach Bürger. Denn der konkrete Bedarf ist aber oftmals gar nicht Auftraggeber der Produktion. Es ist schon alles produziert, veredelt, gehandelt und liegt im Regal, wenn Verbraucher ihren Bedarf decken wollen. Wenn das richtige Marketing einem zusagt, greift man zu. Über 300 kg/Jahr/Person Lebensmitteln werden aber aufgrund dieses Vorgehens weggeworfen und trotz vieler Apelle ändert sich das nicht.


In der Bodenseeregion haben Bauern, Bäuerinnen, Gärtner, Gärtnerinnen, Verarbeiter, Händler und auch Ladner schon interessante Zusammenarbeitsformen geschaffen. Der Konsument, der Esser, der Kunde ist aber auch hier überwiegend der große Unbekannte, dem man sich durch Marktanalysen und Vorstellungen nähert. Das soll sich ändern, auch mit dieser Tagung. Wir wollen gestaltend tätig werden und uns gemeinsam auf den Weg machen.
Darum laden wir vom Erzeuger bis zum Konsumenten alle Beteiligten ein, um uns zusammen ein Bild dessen zu machen, was wirklich ist; für die Erde, die Natur und für uns Menschen. Dann versuchen wir miteinander an konkreten Veränderungen für unsere Region zu arbeiten, nicht nur zu diskutieren. Wir glauben, wenn alle Akteure eines Wertschöpfungsraumes, eben auch die Kunden, sich in unserem Forum ein ganzes Bild machen, kann statt Egowirtschaft – jeder kämpft allein seinen „Kampf ums Dasein“ – Ecowirtschaft unter den Partnern entstehen. Eco kommt von Ökologie. Das griechische Wort Oikos + Logo, das bedeutet die Berücksichtigung aller Partner eines ganzen Haushalts. Wenn wir damit die Erde als Schicksalsort aller meinen, können wir es auch Geo – Wirtschaft nennen.
Zur Teilnahme an diesem Lichtmessforum 2019 laden wir Sie herzlich ein.

 

Anbei das Programm der beiden spannenden Tage:

 

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Programm Lichtmessforum 2019.pdf
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Exkursion Getreide und Backen zum Hofgut Rimpertsweiler am Di, 27.11.2018
Im Rahmen des WIR. Netzwerks lädt das Hofgut Rimpertsweiler gemeinsam mit dem
Keyserlingk-Institut zu einer Exkursion ein, auf der Sie vielen Fragen rund um Getreidezucht,
Körnerkultur und Backhandwerk auf den Grund gehen können.
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weitere Infos zur Exkursion Getreide+Bac
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