· 

Das Projekt wächst aus dem Moment heraus.

Bei schönstem Wetter hatte ich die letzten Tage damit verbracht die groben Äste, Kronen und Baumscheiben aus dem Wald zu karren. Gestern hatte ich mir dann für heute nochmal vorgenommen ein paar Restarbeiten zu erledigen. Jetzt hat es aber gestern Abend angefangen zu regnen, dass nahm ich als Zeichen die Grobarbeiten zu beenden.

In dem ich darauf achte, was in meinem Umfeld passiert, weiß ich genau, was als nächstes Ansteht oder ich bekomme Tipps und Hinweise.

 

Andere Beispiele: Am Mittwoch war Fred bei mir im Wald. Wir hatten uns über dies und jenes unterhalten. Am nächsten Morgen fragte und gab gleichzeitig die Antwort. „Was macht ihr eigentlich mit den zwei Bergen von Asche, die bei Verbrennen der Äste angefallen ist – verstreut ihr die“. Tatsächlich hatte ich auch schon überlegt was tun mit der Asche. Jetzt bekam ich also den Hinweis von Fred, die Asche zu verstreuen.

 

Noch ein Beispiel: Im Gespräch mit unserem Schreiner Friedbert, kamen wir auf die Auswahl der Bäume, dann fragte er, ob wir auch Robinien pflanzen wollen, wegen den Bienen. Gleich hab ich diesen Hinweis aufgenommen und ins Projekt integriert. Siegfried, vom Hof, fragte mich ob wir auch Lärchen pflanzen – schon waren die Lärchen im Pflanzplan.

 

Timon war gestern am Hecken schneiden und kam dann zu mir und berichtete, dass es dort jede Menge Kirschbäume gibt. Jetzt haben wir uns entschlossen, ein paar Bäume, die sich an ihrem jetzigen Standort nicht recht entfalten können, auszugraben und bei uns wieder einzupflanzen.

 

Victor, der uns die Bäume besorgen wird, hatte schon etwas verwundert getan, als er hörte, dass wir Eschen pflanzen werden. Das nehme ich als Ansporn noch mehr Eschen zu setzen. Von ihm kam auch der Ratschlag, zwischen den Mammutbäumen Sträucher zu pflanzen.

 

Und so wächst das Projekt Stück für Stück ohne, dass wir vor Beginn einen fertigen Plan brauchen. - es wächst aus dem Moment heraus.